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Man rechnete damit. Durch die doppelten Abiturjahrgänge aus Bayern und Niedersachsen und die Abschaffung der Wehrpflicht, rechnete man schon vorher mit einem drastischen Anstieg der Bewerber. Und so kam es dann letztlich, rein vom Gefühl, auch. Wie an der FU Berlin beispielsweise, wo die Einführungsveranstaltung auf Leinwänden in anderen Hörsälen übertragen wurde, damit nicht alle auf dem Boden sitzen müssen. Viele Universitäten standen im Vorlauf vor dem neuen Semster vor dem Problem, dass sie gezwungen waren, die zur Verfügung stehenden Plätze zu erhöhen. In manchen Studiengängen klappt das auch, allerdings nur in denen, die sowieso nicht vor Beliebtheit trotzen. Und es ist nun einmal die Zeit, in der Medien- und Kommunikationsstudiengänge boomen. 38 Plätze dieses Studienganges gibt es schließlich in Hamburg. Darauf hatten sich allerdings auch über 3000 Menschen beworben. Da sich die jungen Menschen längst nicht mehr nur an einer Uni bewerben, kommt es allerdings an manchen Unis auch zu leeren Horsälen. Denn wenn jemand zum Beispiel eine Bewerbung nach Berlin und Bremen schickt und auf Berlin hofft, die Zusage dann dafür kriegt, wird er sicherlich seine Bewerbung für Bremen zurückziehen. Und somit musste auch Bremen reagieren. In der Weserstadt hat man in manchen Studiengängen die Einschreibegrenze bis zum 15. Oktober – also drei Monate nach dem eigentlichen Bewerbungsende – geschoben. Hier sind nur Studienfächer wie Psychologie und Germanistik – das Übliche halt.
Und so darf man sich jetzt schon wieder auf das nächste Jahr freuen, denn dann kommen mit Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wieder zwei Bundesländer mit Doppeljahrgängen.

