
Küchendienst während des FSJ, Foto: lebenszentrum ahlenhof_flickr
Die Schule gerade abgeschlossen und was nun? Egal ob Abitur, MSA oder Hauptschulabschluss, jeder Absolvent stellt sich diese Frage. Studium, Ausbildung, Bundeswehr oder doch lieber ins Ausland. Alles hat seine Vor- und Nachteile.
Eine Alternative zu allem genannten bietet das freiwillige soziale Jahr (FSJ). In diesem geht es, wie der Name schon vermuten lässt, darum, ein Jahr lang im sozialen Bereich tätig zu sein. Sei es ein Kindergarten, ein Altenheim oder ein Pflegedienst. Erlaubt ist alles, was anderen Menschen hilft und wo Hilfe gebraucht wird. Die FSJler kriegen auch ein kleines Gehalt pro Monat, dieses beläuft sich, je nach Dienststelle, auf maximal 500 Euro. Das Kindergeld wird weiterhin gezahlt.
Dieses eine Jahr kann abgesehen vom gesellschaftlichen Nutzen auch dem Dienstleistenden von großem Nutzen sein. Er hat nach der Schule ein ganzes Jahr lang Zeit sich über den weiteren Verlauf seines Lebens Gedanken zu machen, hat die Möglichkeit schonmal in das Arbeitsleben reinzuschnuppern, verdient sich ein wenig Geld dazu und tut natürlich etwas Gutes und hilft weniger begünstigten Menschen oder ähnliches. Die Internetseite der internationalen Jugendgemeinschaftsdienste fasst die Vorteile eines FSJs in folgenden Punkten zusammen:
*Weiterentwicklung der Persönlichkeit
*finanzielle und persönliche Unabhängigkeit
*Überprüfung eines Berufswunsches
*neue Leute kennenlernen
*mehr Selbstbewusstsein
*mehr Verantwortungsbewusstsein
*Grenzen setzen können.
Das FSJ stellt also eine durchaus attraktive Alternative zur sofortigen Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums dar.
Insbesondere seit 2010 der Wehr- und Zivildienst abgeschafft wurde, brauchen die sozialen Einrichtungen dringend Hilfe. Die Kompensation des Zivildienstes, der sogenannte Bundesfreiwilligendienst (BufDi), kann die Nachfrage nach engagierten und jungen Helfern bei Weitem nicht decken. Für denjenigen, der sowieso im sozialen Bereich tätig werden wollten, aber auch für alle noch Unentschlossenen sollte das freiwillige soziale Jahr also zumindest eine Überlegung wert sein.
Auch attraktiv ist der Gedanke alleine in eine andere Stadt zu ziehen, zum Beispiel mithilfe der Umzugsauktion.de. Das hat den großen Vorteil, dass das Wohnen alleine oder in einer Wohngemeinschaft mehr Freiheiten mit sich bringt als das Zusammenleben mit den Eltern.

