
Archäologische Ausgrabung, Foto: credi_flickr
Wie oft hört man doch die Studenten ihr Leid klagen, dass das Studium zu sehr auf theoretischer Basis besteht und man kaum was in der Praxis lernt. So kommt es oft vor, dass Studenten die Uni mit einem Abschluss verlassen und erst dann in ihrem ersten Beruf lernen, was wirklich auf sie zukommt und oftmals davon völlig überrumpelt oder gar enttäusch werden. Gerade in den sozialen Berufen wie Lehrer, Sozialarbeiter oder anderen ist dieses vermehrt der Fall. So wird schon lange ein höherer Praxisanteil im Studium für diese Studenten gefordert, jedoch bislang nicht genehmigt. Eine Alternative bietet das duale Studium, welches Praxis und Theorie miteinander verbindet. Doch es gibt auch Studiengänge bzw. viel mehr Jobangebote die beweisen, dass es anders geht.
So gibt es gerade für Archäologiestudenten die Möglichkeiten als Grabungshelfer zu arbeiten. Dort sind sie live vor Ort und dürfen mit anpacken. Da sieht man dann schon mal welche Arbeit einen erwartet und was es wirklich bedeutet Archäologe zu sein. Doch diese Jobs sind auch für alle anderen Studenten geeignet, da sich auch Geschichts- oder Naturwissenschaftsstudenten sehr für diesen Bereich interessieren.
Man merkt dort schnell, welch harte körperliche Arbeit das ist und dass man wirklich schuften muss. Wenn man dann jedoch tatsächlich einmal auf einen alten Fund stößt, hat sich die ganze Arbeit gelohnt und die anstrengende Arbeit ist vergessen.
Man lernt bei diesen Ausgrabungsarbeiten neben den archäologischen Alltag vor allem eins: Geduld. So muss man tagelang, ja manchmal wochenlang einfach nur Sand wegschaufeln, bevor man einen Erfolg feiern kann. Dies kann häufig an den Nerven nagen und einen fertig machen. Doch das ähnelt eigentlich auch ziemlich dem Studentenleben, da man dort häufig auch unzählige Bücher in der Bibliothek wälzt, bevor man das gefunden hat wonach man sucht.

